Andrews Pitchfork ist mehr als eine Mistgabel

Wer sich mit der Technischen Analyse beschäftigt, ist oftmals ein Suchender. Denn die Technische Analyse bietet ein kaum überblickbares Arsenal an Indikatoren. Eines steht schon jetzt fest, in der Zukunft wird die Entwicklung rasant weiter gehen und die Tools und Indikatoren multiplizieren sich. Aus einer großen Idee entstehen mit der Zeit 100 kleine Ideen.
Ein herausragendes Instrument ist Alan Andrews Pitchfork. Auch wenn die meisten Trader nicht einmal wissen, dass ihre Software die Darstellung der Pitchfork ermöglicht, bietet sie auf einfachste Weise eine Zukunftsprognose. Übersetzt heißt die Pitchfork “Mistgabel” und genauso ist die Form der Gabel zu verstehen.

Ein einfacher Zyklus, ist durch die bekannte S-förmige Bewegung definierbar. Der Zyklus wird vom Beginn bis zum Ende durch die Pitchfork perfekt umschlossen.

Pitchfork mit-Sinuskurve

 

Bild1: Theorie der Pitchfork mit einem Zyklus

Wie ist das theoretische Bild der Pitchfork in die Praxis zu übersetzen? Als erstes geht es darum eine markante Welle zu identifizieren. Die markante Welle endet am Punkt A. Anschließend sollte ein Retracement entstehen. Die Kurse fallen dabei nicht unter dem Startpunkt der Welle A. Das Ende des Retracements ist Welle B. Aus Punkt A und B wird die Pitchfork gebaut. Die mittlere Linie der Gabel ist die wichtigste Linie, die Median-Line. Durch die potentielle Berührung der Median-Line entsteht die Kursprognose, nämlich der Punkt C.

DAX-PF2

Bild2: Die Pitchfork in der Praxis am Beispiel des DAX.

Eine starke Umkehrbewegung lässt Punkt A entstehen. Von Punkt A prallt der Kurs ab zu B. Nun wäre das Einzeichnen der Pitchfork möglich. Der Trader wartet jetzt ab bis die Median-Line berührt wird. Das ist Punkt C. Der kleine Zyklus ist damit vollständig, und die Kurse sollten nun dynamisch die Pitchfork verlassen.

Die Pitchfork funktioniert deshalb, weil der Kursverlauf immer dazu neigt, seinen Zyklus zu schließen. Selbstverständlich gibt es in der Praxis ständig neue Impulse durch News, die den Markt beeinflussen. Deshalb wird gelegentlich die Median-Line nicht berührt, was aber wieder zu interessanten Trading-Chancen führt.

Die wichtigste These beim Benutzen der Pitchfork hat Alan Andrews definiert: “Die Median-Line wird zu 80% wieder berührt”.

Das heißt nichts anderes, als dass der Zyklus in 80% der Fälle vervollständigt wird. Kaum ein anderes Tool der Technischen Analyse ist so vielseitig wie die Pitchfork. Sie lässt sich in jedem Markt einsetzen. Jede Timeframe ist möglich, egal ob es ein Wochen-Chart oder ein Minuten-Chart ist.
Mit der Pitchfork ist der langfristige Trend oder nur ein kurzfristiger Impuls verfolgbar und kontrollierbar. Da in einer großen Pitchfork auch mehrere kleine eingezeichnet werden können, ergeben sich unzählige Trading-Chancen in einem Trend oder in einem volatilen Seitwärtsmarkt.

Testen Sie die Pitchfork. Vielleicht kann die Anwendungs-Flexibilität auch Sie begeistern. Denken Sie daran, dass jedes Tool eine gewisse Lernphase benötigt. Um zu Traden ist Vertrauen notwendig. Und ein Trader erarbeitet sich Vertrauen, wenn er die Eigenschaften seiner Tools kennt. Nur Übung macht den Meister

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