DAX im Crash-Modus

Liebe Freunde des gepflegten Tradings.

die Zerbrechlichkeit der Finanzmärkte ist seit 14 Tagen zu spüren. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Aktienmärkte sich in einer großen Finanzblase bewegen. Ermöglicht wird die Blase durch eine historisch einzigartige Zinsmanipulation der weltweiten Notenbanken. Dabei erweist sich die EZB als besonders negatives Beispiel.

Kommt der Kurseinbruch des DAX überraschend?

Ja, es überrascht mich, denn auch ich bin davon ausgegangen, dass sich die Finanzblase noch sehr viel weiter ausdehnen wird, bevor sie platzt. Durch die Corona-Krise scheint nun ein vorzeitiger Bereinigungsprozess einzusetzen.
Lächerlich erscheint dabei die mediale Berichterstattung über die Corona-Epidemie. Ein unterdurchschnittlich gefährlicher Virus bekommt von der Wissenschaft einen Namen und schon ist Panik akut. Ich bin sogar der Meinung, dass die chinesische Regierung mit ihrem Verhalten den größten Schaden angerichtet hat. Aufgrund der sofortigen Quarantäne-Einrichtung und den überzogenen Sicherheitsvorkehrungen bekam der Virus ein zu hohes Medien-Gewicht. Unvermeidlich wird damit die Weltwirtschaft belastet. Ich möchte mir gar nicht ausdenken, was passieren würde, wenn bei jeder Grippewelle eine Quarantäne angeordnet werden würde.

ETFs zeigen jetzt ihre Schwächen

Die aktuell laufende Verkaufswelle wird meiner Meinung nach durch die Finanzmärkte selbst gespeist. In den vergangenen 5 Jahren hat sich das Anlagevolumen der ETFs stark vergrößert. Mit einem DAX-ETF kauft man den kompletten Index. Es gibt keine Unterscheidung zwischen guten und schlechten Aktien. Entschließen sich die ETF-Anleger zum Verkauf, dann entsteht eine undifferenzierte Verkaufslawine.

Bild: Wochen-Chart des DAX mit Volume-Spread-Analysis

Der DAX ist technisch schwer angeschlagen

Bevor wir zu den Details kommen, ist es wichtig die Trends zu prüfen. Die rote mittelfristige Trendgabel (Pitchfork) umfasste den Kursschwung seit 2019. Die Märkte bewegten sich dabei nicht besonders trendig, aber trotzdem blieb der Kurs stets im Trendkanal. Mit der aktuellen Verkaufswelle wurde bei 12.500 Punkte der Aufwärtstrendkanal gebrochen. Wir können also nicht mehr mit der bullishen Hilfe des mittelfristigen Aufwärtstrends rechnen.
Die größte Bedeutung hat der langfristige Aufwärtstrend. Im Chart ist er etwas undeutlich mit der blauen Trendgabel zu sehen. Die untere Begrenzungslinie hätte den DAX bei 11.500 Punkten stark abbremsen müssen. Mit dem heutigen Verkaufstag ist die Trendlinie gebrochen. Aus technischer Sicht ist deshalb der DAX schwer angeschlagen. Die nächste wichtige Unterstützung kommt erst bei 10.000 Punkten. Sie darf auf keinen Fall gebrochen werden, weil sich dann ein komplettes Chartbild ins Negative dreht.

Fazit: Der Verursacher des Schadens sind die internationalen Notenbanken. Wir dürfen gespannt sein, ob die Notenbanken mit Kaufprogrammen die Finanzmärkte nun künstlich stützen werden. Ich gehe davon aus, dass sich keine Regierung eine langfristige Rezession leisten kann. Deshalb rechne ich mit erheblicher Gegenwehr zur aktuellen Verkaufsbewegung.

Grandios Trades wünscht euch Christian

P.S. Wem die Finanzmärkte zu anstrengend sind, dem empfehle ich unser Wikifolio “Trendbulle

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