Der Euro gewinnt an Stärke

Liebe Leserinnen und Leser,

US-Steuersenkungen mit Nachteilen?

In den vergangenen Monaten konnte der Euro gegenüber dem US-Dollar Stärke zeigen. Die meisten Volkswirte gehen aber davon aus, dass der Euro nicht so stark, sondern vielmehr der US-Dollar so schwach war.
Die Schwäche des Dollars lässt sich nicht mit den geplanten Zinsanhebungen der Fed vereinbaren. Vielmehr liegt die prognostizierte Schwäche in der Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten Trump. Seine Steuerreform sollte eigentlich kurzfristig Wachstum in der US-Wirtschaft erzeugen. Gleichzeitig könnten die geplanten Steuersenkungen aber ein Haushaltsproblem erzeugen. Sollte sich nämlich durch die Steuersenkung kein zusätzliches Wachstum einstellen, dann müsste die USA eine Ausweitung der Staatsschulden in Kauf nehmen. Der Logik folgend würde der US-Dollar an Wert verlieren und der Euro gewinnen.


Bild: Tages-Chart des EUR-USD-Währungspaares

EUR-USD baut eine bullishe Konsolidierungsformation

Der EUR-USD zeigt eine klassische Situation. Im Zeitraum vom November bis Februar 2018 entstand eine Trendbewegung mit mittlerer Stärke. Die Bewegung scheint fundamental abgesichert zu sein, ansonsten hätte der Markt den Kurs wieder auf ein Normalniveau heruntergezogen. Seit März pendelt nun der Kurs in einer engen Range zwischen 1,2200 und 1,2400. Weil die Dauer der Seitwärtsbewegung verhältnismäßig lange andauert, ist damit zu rechnen, dass der Kurs demnächst die Range verlässt.

Die Wahrscheinlichkeiten liegen auf der Long-Seite. Unterstützt wird die Annahme durch den MACD. Als klassischer Trendindikator ist die Bewegung des Indikators praktisch zum Stillstand gekommen. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Markt Kräfte sammelt, um demnächst eine neue Bewegung zu starten.

In den Markt einstoppen lassen?

Aus der Markt-Situation heraus lässt sich eine gute Einstiegsstrategie bauen. Hierzu kann man zum Beispiel einen Buy-Stop bei 1,2480 setzen, und abwarten. Läuft der Kurs nach oben, wird die Long-Position automatisch ausgelöst, und die Kraft des Marktes sollte dann den Kurs weiter nach oben drücken.
Wer allerdings nicht abwarten möchte, der könnte in den nächsten Tagen gute Einstiegskurse erzielen. Die Zeichen dafür sind positiv. In diesem Fall sollte der Trader aber auch darüber nachdenken, wie er das erhöhte Risiko absichert. Ein Stop-Loss bei 1,2140 bietet sich an.

Viel Erfolg wünscht Ihnen
Christian Lukas

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