So funktioniert der Equivolume-Chart

Equivolume ist eine Idee von Richard W. Arms und ist nichts anderes als eine besondere Charting-Methode. Ein typischer Balken-Chart zeichnet sich durch die Darstellung von Eröffnung-Hoch-Tief-Schlusskurs aus. Meist ist dann darunter als Histogramm das Volumen hinzugefügt. Für die Volumen-Analyse muß nun der einzeln Kursbalken mit dem aufgewendeten Volumen verglichen werden. Dies ist ausgesprochen mühselig, und die optische Darstellung ist auch nicht gerade selbsterklärend. Richard W. Arms verknüpft den Kurs-Chart und das Volumen zu einem Equivolume-Chart.

Die Wichtigkeit des Volumens erklärt sich aus folgenden Prämissen:

# Wenn ein Widerstand oder eine Unterstützung gebrochen wird, dann verändern sich die Erfolgsaussichten, ob der Ausbruch mit starken oder schwachen Volumen geschieht.
# An bedeutenden Umkehrpunkten tendiert das Volumen größer zu werden, und die Kursspreizung von Hoch zu Tief kleiner zu werden.
# In einem Trend neigen große Kursspreizungen unter exzessiven Volumen zu einer Erschöpfung.

Im Equivolume-Chart ist der Kursbalken und das Volumen zu einem Rechteck (Box) verknüpft. Das Hoch und das Tief des alten Kursbalkens repräsentieren die Unter- und Oberseite der Box. Die Breite der Box zeigt die Höhe des Volumens für diese Periode. Der Equivolume-Chart zeigt mit jeder Box wie leicht bzw. schwer es war, den gegebenen Preisfortschritt zu erreichen.

Equivolume-FDAX-07-11-08

Wegen der Art der Volumendarstellung muß die Zeitachse praktisch aufgegeben werden. Die Zeitachse wird in Abhängigkeit vom Volumen verzerrt. Richard W. Arms unterstellt sogar, dass nicht die Zeit sondern das Volumen deutlicher den Markt beeinflußt. Zitat von Arms: “If the market wore a wristwatch, it would be divided into shares, not hours.”

Die Form der Box ist das Abbild von Angebot und Nachfrage. Kleine aber breiten Boxen tendieren zur Umkehr. Große, breite Boxen und kleine, enge Boxen unterstützen den laufenden Trend.
Ein solider Ausbruch aus einer Handelsspanne ist an der “Power-Box” zu erkennen. Arms bezeichnet eine Box als Power-Box, wenn diese in Höhe und Breite die Widerstand- bzw Unterstützungslinie bricht. Eine Power-Box bestätigt den Ausbruch. Power-Boxen sind überdurchschnittlich groß und haben eine “gute” Breite. Das heißt, sie sind breit aber nicht extrem.

Auf Powerboxen achten

Die Power-Boxen sind die bevorzugten Einstiegssignale von Arms. Hierbei ist die Power-Box bei einem Ausbruch aus einer Konsolidierungsphase und auch als Fortsetzungsmuster hervorzuheben. Die Power-Box als Fortsetzungsmuster ist als Bestätigung des Trends anzusehen.

Nachfolgend sieht man eine kleine Auflistung der Grundformen im Equivolume-Chart.

Equivolume-Formationen

Die Weiterentwicklung sind die CandelVolume-Charts

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