Grundsätzliches zum Einsatz von Indikatoren

In den Börsenforen gibt es immer wieder die Frage, ob man Indikatoren einsetzen sollte oder nicht. Die Meinungen hierzu sind teilweise schon dogmatisch. Jeder Indikator wird aus Variablen gebildet. Reine Preisindikatoren basieren meist auf dem Eröffnungskurs, Hochkurs, Tiefkurs und Schlusskurs.

Der Preisindikator ist ein Derivat des Kurses. Deshalb ist es mathematisch unmöglich, dass der Indikator voraus laufend wäre. Egal welche Formel hinter dem Indikator steckt. Genau deshalb gibt es Trader, die sagen, dass Indikatoren überflüssig sind, und bauen ihre Handelsentscheidungen nur auf dem Preis-Chart auf. Eine Allgemeingültigkeit darauf aufzubauen ist jedoch falsch. Preisindikatoren zeichnen sich durch die Eigenschaft aus, dass sie das Rauschen des Marktes herausfiltern können.

Die Filterung ist das Hauptargument für den Einsatz der Indikatoren. Ziel ist es, wiederkehrende Preismuster deutlicher hervorzustellen und das Momentum hervorzuheben. Dies ist quasi die Existenzberechtigung für Preisindikatoren. Nun gibt es aber auch eine fünfte Variable, die völlig unabhängig vom Kurs ist – das Volumen. Viele Chart-Puritaner lassen das Volumen bei ihren Handelsentscheidungen weg. Das ist verständlich, wenn man die geistigen Fähigkeiten des Menschen betrachtet. Es ist schon schwer den Kurs-Chart richtig zu interpretieren. Wenn jetzt auch noch das übergeordnete Volumenverhalten beobachtet werden soll, dann gibt es einfach Grenzen. Deswegen sind Volumenindikatoren ideal, um sich einen schnellen Gesamtüberblick zu verschaffen.

An der Börse handeln wir den Preis. Vor dem Preis ändert sich das Momentum. Vor dem Momentum gibt es eine Veränderung im Speed des Momentum. Vor dem Speed des Momentums ändert sich das Volumenverhalten. Vor dem Volumen gibt es chaotische Entscheidungen der Marktteilnehmer, die uns die Sicht auf die zukünftigen Kurse verdecken.

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