Mit dem McClellan-Oszillator den Markt analyiseren

In den letzten Jahren hat sich der McClellan-Oscillator immer weiter in den Vordergrund geschoben, obwohl er schon 1969 erfunden wurde. Er zählt mittlerweile zur Spitze der populären Gesamtmarkt-Indikatoren. Die Entwickler des Indikators sind Sherman und Marian McClellan. Der Indikator bezieht sich grundsätzlich immer auf einen definierten Markt – also z.B. auf die 30 Aktien des DAX oder auch auf die 30 Aktien des Dow-Jones-Industrial.

McClellan =
EMA (gestiegene Aktien – gefallene Aktien)19 –
EMA (gestiegene Aktien – gefallene Aktien)39

Handelssignale ergeben sich durch das Überkreuzen der Nulllinie. Demnach ist der Oszillator über der Null bullish zu bewerten (vice versa).

Auf die Volumen-Analyse bezogen läßt sich der Oszillator auch mit dem Handelsvolumen darstellen.

McClellan-Vol =
EMA (gestiegene Volumen – gefallenes Volumen)19 –
EMA (gestiegene Volumen – gefallenes Volumen)39

DJI-McClellan
Bild: Beispiel-Chart für den Einsatz der McClellan-Indikatoren

Unterhalb des Charts sind zwei besondere Indikatoren dargestellt. Der McClellan-Oszillator gibt kurzfristige Signale und McClellan-Summation ist für die langfristige Trenddiagnose nutzbar.

Erläuterungen zu den Indikatoren (McClellan-Oszillator)

Gesamtmarkt-Indikatoren sind Instrumente, die eine Beurteilung eines gesamten Marktes zulassen. Interessant sind sie unter der Annahme, dass eine Aktie nur dann eine außerordentliche Bewegung erzielen kann, wenn die Mehrheit der Aktien eines Index eine ähnliche Bewegung durchführt. Bei einem Aktienkauf kann man demnach seine Erfolgswahrscheinlichkeit steigern, wenn die Aktie und der Gesamtmarkt eine gemeinsame Richtung einschlagen.

Advance-Decline-Line (ADL) und McClellan

Die ADL berechnet sich aus der Differenz von gestiegenen und gefallenen Aktien innerhalb eines Marktes. Ist die Differenz positiv, wird der Indikator addiert, andernfalls wird er subtrahiert. Steigt der Indikator, so ist dies bullish zu bewerten. Ein fallender Indikator ist folglich bearish. In der Praxis wird die ADL meist geglättet. Im oberen Fall richten wir uns nach der Glättung nach McClellan.

Der McClellan-Oszillator ist eine spezifische Abwandlung der einfachen ADL.

Die Differenz der gestiegenen und gefallenden Aktien wird jeweils mit zwei verschiedenen exponentiellen Moving-Averages (EMA) geglättet. Das Ergebnis ist ein Oszillator, der um die Nulllinie pendelt.
Der McClellan-Oszillator gibt seine Handelssignale beim Überschreiten der Nulllinie und bewegt sich nur mit wenig Verzögerung. Sehr frühzeitig ist auch die Ausbildung von Divergenzen zu erkennen. Jedes neue Hoch oder Tief im Kursverlauf sollte von dem Indikator auch mit einem neuen Hoch bzw. Tief bestätigt werden.

Berechnung oberer Indikator:
McClellan-Oszillator=
EMA (gestiegene Aktien – gefallene Aktien)19 –
EMA (gestiegene Aktien – gefallene Aktien)39

Berechnung unterer Indikator:
McClellan-Summation =
Kumulierte Summe der Werte des McClellan-Oszillators

EMA = exponentieller Moving Average

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