DAX-Analyse mit Advance-Decline-Line

Liebe Leserinnen und Leser,

der deutsche Aktienmarkt wird momentan durch sehr viele Unsicherheiten beeinflusst. In diesem Zusammenhang könnte die Bundestagswahl am 24.09.2017 den größten Einfluss haben. Ich vermute, dass der DAX sich bis dahin nicht trauen wird, neue Jahreshochs zu testen. Meine Vermutung wird dabei untermauert durch die Konsolidierung die am 20.06.17 startete. Vergleicht man den Kursverlauf des DAX mit der ADL, dann ist ein größerer Unterschied erkennbar.

Zur Info: Die Advance-Decline-Line (ADL) wird über die Differenz der gestiegenen und gefallenden Aktien berechnet. Grundsätzlich gilt, dass jede Bewegung des Index von der ADL bestätigt werden sollte. Fehlt die Bestätigung, deutet einiges darauf hin, dass der Index eine Umkehr vorbereitet.

Bild: DAX mit seiner Advance-Decline-Line

Die innere Stärke: Eine DAX-Analyse

Vergleichen sie den Kursverlauf und den Verlauf der ADL. Die ADL steht hier für die innere Stärke des DAX. Die ADL-Korrektur läuft deutlich tiefer als der DAX-Kurs. Das ist ein Zeichen dafür, dass die meisten Aktien des DAX in einer Korrektur sind. Den Index hat die Korrektur weniger hart getroffen, weil die großen Aktienwerte mit hoher Marktkapitalisierung ziemlich gut laufen. Der Vorreiter ist eindeutig die SAP-Aktie. Das Unternehmen ist inzwischen mit größeren Abstand das Schwergewicht des DAX. Und auch der Trend der SAP-Aktie ist besonders stark.

Fazit zum zukünftigen DAX-Verlauf

Nach Betrachtung der ADL ist es nicht wahrscheinlich, dass der DAX stark genug wäre, im ersten Anlauf neue Höchstkurse zu erzielen. Hier bedarf es noch einer längeren Pause. Im Idealfall setzt sich der DAX knapp unterhalb von 12951 Punkte fest. Das wäre sozusagen ein feines „Vortasten“. Wenn die Prognose zutrifft, wäre erst der Dezember ein guter Monat, um neue Hochs zu erreichen. Danach könnte auch das Frühjahr mit dem Ausbau neuer Hochs verbracht werden.

 

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Christian Lukas

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