Negativ-Volume-Index (NVI)

Der NVI ist der Gegenspieler zum PVI (Positiv-Volume-Index). Während der PVI das Big-Money zeigt, spiegelt der NVI das Verhalten des “kleinen Geldes”. Kleines Geld ist dann entweder der Kleinanleger oder auch der Institutionelle Anleger, der verdeckt und vorzeitig in kleinen “Häppchen” seine Position bezieht, bevor die grosse Bewegung einsetzt.

Der NVI ist kein Indikator, der sofortige zuverlässige Handelssignale bringt. Vielmehr zeigt er einen verdeckten Geldfluss. Den NVI kann man vielleicht mit einem Wasserfluss vergleichen. An der Wasseroberfläche wird durch Wind und Wetter das Wasser in verschiedene Richtungen gedrückt (Analogie zum PVI). Das tieferliegende Wasser unterliegt jedoch einer festen Strömung. Die ist vergleichbar mit dem NVI. Ein gesunder Trend wird immer vom NVI bestätigt. Im Umkehrschluss heißt das, dass ein Trend im Chart niemals auf Dauer gegen den NVI aufrecht erhalten wird. Kurzfristig gesehen, gibt es jedoch viele Gegenbeispiele.

In der Praxis kann man nicht nur die Gesundheit des Marktes mit dem NVI diagnostizieren, auch mögliche Outbreaks sind frühzeitig erkennbar. Man nehme z.B eine Long-Situation. Der NVI steigt nämlich in der Konsolidierungsphase einer übergeordneten Aufwärtsbewegung. Nicht selten bricht der NVI die Widerstandsgrenze vor dem Chart.

NVI-HS-Bsp

 

Was der NVI nicht so gut kann, sind direkte Ausstiegssignale geben. Seine grosse Stärke hat der NVI in der Konsolidierungsphase. Wenn man eine solche identifiziert hat, dann zeigt der NVI sehr gut an, wo “Fahrt” anschließend hingeht. Das verwirrende am NVI ist, wenn eine starke impulsive Welle erscheint mit geringen Konsolidierungsphasen, dann kann es zu Fehlinterpretationen kommen.

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